Das Projekt RADLEneRgo – Energieentwicklung in der Brauerei Pécs wurde umgesetzt
Pécsi Sörfőzde Zrt. erhielt im Rahmen des Programms Széchenyi 2020 einen Zuschuss in Höhe von 54.175.000 HUF für 55 % der Förderintensität in ihrem Antrag Nr. GINOP-4.1.4-19-2019-00007 zur Unterstützung von Gebäudeenergieprojekten mit dem Ziel der Nutzung erneuerbarer Energien und der Steigerung der Energieeffizienz.
Ziel des Projekts ist die Installation, der Netzanschluss, die Einholung der Genehmigungen und die Inbetriebnahme einer Niederspannungs-Photovoltaikanlage mit Rückspeisungsschutz auf den Dachflächen der Gebäude auf dem Gelände der Brauerei Pécsi in der Alkotmány u. 94, Hausnummer 7624.
Die geplante Photovoltaikanlage hat eine Spitzenleistung von 358 kVA. Insgesamt wurden 780 RISEN-Solarmodule mit einer Leistung von je 500 Wp auf den Flachdachflächen der Brauerei installiert. Die Module wurden gemäß den Vorgaben des Modulhalterherstellers und unter Berücksichtigung der Dachbeschaffenheit beschwert, um die wasserdichte Dachisolierung zu schützen. Die Ausrichtung der Solarmodule beträgt 80 % Ost-West und 20 % Süd, die Neigung 10 Grad zur Horizontalen. Die Module sind in sieben Wechselrichterzonen unterteilt; die Wechselrichter haben Leistungen von 36 kW, 50 kW und 100 kW. Dank des Inselbetriebsschutzes speisen die Wechselrichter nur die Hälfte der von den Solarmodulen erzeugten Energie ins Netz ein, wenn auf der Wechselstromseite der Wechselrichter Netzspannung anliegt. Das System ist gegen Rückspeisung geschützt; die Produktion der Wechselrichter und der Stromverbrauch der Brauerei werden daher kontinuierlich von der Steuereinheit überwacht. Für den Fall, dass die Produktion des Solarkraftwerks den Verbrauch der Brauerei (den festgelegten Sicherheitsgrenzwert) übersteigt und es dadurch zu einer Rückspeisung in das Stromversorgungsnetz kommt, regelt die Steuereinheit die Energieproduktion der Wechselrichter.
Neben wirtschaftlichen Erwägungen entspricht die Solaranlage dem aktuellen und zunehmend dringlichen Trend zu klimaneutralen Produktionsprozessen. Das Mikroklima der Stadt Pécs ist hervorragend für den wirtschaftlichen Betrieb von Solaranlagen geeignet. Die durchschnittliche Sonnenscheindauer von 2.000 Stunden pro Jahr in Ungarn übertrifft den hier gemessenen Durchschnitt von 2.200 Stunden pro Jahr (basierend auf Messungen der letzten Jahre). Die Intensität der Sonneneinstrahlung lag bei 800–850 W/m², basierend auf Kontrollmessungen im Juni. Auch dieser Wert ist gut und liegt deutlich über dem nationalen Durchschnitt. Die Paneele und die zugehörige Ausrüstung wurden unauffällig auf den Flachdächern installiert. Sie beeinträchtigen weder das Gesamtbild der Gebäude noch stören sie die Anwohner der Brauerei durch Lichtreflexionen oder Geräusche. Die während der Anlage anfallenden Abfälle, hauptsächlich Verpackungsmaterialien aus Karton, wurden gemäß den geltenden Abfallentsorgungsvorschriften dem regionalen Entsorgungsunternehmen übergeben. Während der Bauarbeiten wurde die Qualität der Installationsarbeiten und der Installationsmaterialien kontinuierlich überwacht, um die zu erwartende Lebensdauer des Systems ohne Eingriffe zu verlängern und ungeplante Ausfälle der Energieproduktion zu minimieren.
Das entwickelte System entspricht dem höchsten derzeit auf dem Markt verfügbaren Standard. Es handelt sich um hochmoderne Geräte, sowohl hinsichtlich der Leistung der Solarmodule als auch der Qualität der Wechselrichter sowie der Steuerungs- und Kommunikationsgeräte. Die durchdachte und sorgfältig geplante Anordnung der Module ermöglicht eine optimale Nutzung der Sonneneinstrahlung trotz begrenzter Fläche. Das Steuerungssystem analysiert kontinuierlich die aktuellen Verbrauchsdaten und maximiert den Anteil von Netzstrom, der durch Ökostrom ersetzt wird. Das Projekt wird bereits jetzt und voraussichtlich auch in den kommenden Jahrzehnten zu erheblichen Energieeinsparungen und einer Reduzierung der Umweltbelastung führen.
Der tatsächliche Fertigstellungstermin des Projekts ist der 15. Juni 2021.
Weitere Informationen finden Sie unter:
Dr. Zoltán Szemerey
szemerey.zoltan@gmail.com