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2023.02.09.

PRESSEMITTEILUNG – HUNBIO-Konsortium

DAS GESAMTE PRODUKTSORTIMENT BASIERT AUF INNOVATIONEN AUF AUSGEZEICHNETER UNGARISCHER BIOLOGISCHER BASIS UND ZIEL DER ENTWICKLUNG VON WETTBEWERBSFÄHIGEN, HOCHWERTIGEN BIO-LEBENSMITTELN UND -FUTTERMITTELN

Projektidentifikationsnummer: GINOP-2.2.1-18-2018-00005

Unterstützungsbetrag: 1.186.876.391 HUF

Hilfeintensität: 68,96 %

Konsortialführer: Pécsi Brewery Co. Ltd. (Fördersumme: 467.619.346 HUF, Förderintensität: 59,62 %)

Konsortiumsmitglied: Grain Research Nonprofit Ltd. (Förderung: 375.640.400 HUF, Intensität: 100 %)

Konsortiumsmitglied: Hubai and Partners Ltd. (Fördersumme: 204.329.948 HUF, Intensität: 61,94 %)

Konsortialmitglied: Szarvas Agrár Zrt. (Zuschuss: 139.286.697 HUF, Intensität: 60,22 %)

Das HUNBIO-Konsortium erhielt im Rahmen des GINOP-Programms und der Ausschreibung „F&E-Wettbewerbsfähigkeit und Exzellenzkooperation“ des Széchenyi-2020-Programms eine nicht rückzahlbare Förderung in Höhe von 1,186 Milliarden HUF. Ziel des Projekts ist die radikal innovative Entwicklung eines integrierten, Kreislaufprodukts aus ökologischer Produktion – vom Labor bis zum Verbraucher. Ausgangspunkt war die Schaffung hochwertiger biologischer Grundlagen, die den besonderen Anforderungen des ökologischen Pflanzenbaus, der Tierfütterung und der Lebensmittelverarbeitung gerecht werden. Die Forschungs- und Entwicklungsarbeit umfasst die Untersuchung von Ertrag, Anpassungsfähigkeit, Resistenz gegen abiotischen und biotischen Stress sowie von festgelegten Gehalten und technologischen Parametern geeigneter Pflanzenarten und -sorten. Der Innovationsprozess schließt mit der Entwicklung industrieller Verarbeitungstechnologien und Rezepturen bis hin zur Vermarktung vielversprechender Produkte ab. Neben der Optimierung von Technologien für die ökologische Mälzerei und Brauerei war ein zentrales Ziel die Entwicklung marktfähiger Produkte auf Basis der Verwertung von Nebenprodukten der ökologischen Brauerei, wie Bierhefe und Bierhefe. Das Projekt implementierte nachhaltige Verarbeitungstechnologien, die eine Lücke in ihrer Art schließen und weltweit einzigartig sind. Dadurch wurden innovative, hochwertige Bio-Lebensmittel, Nahrungsergänzungsmittel und völlig neue Futtermittellinien, die spezielle Ernährungs- und Fütterungsbedürfnisse abdecken, den Mitgliedern und anschließend dem nationalen und internationalen Markt vorgestellt. Im Rahmen des Projekts wurden außerdem Technologien zur Herstellung von Produkten für den ökologisch intensiven Pflanzenbau aus zuvor geringwertigen Nebenprodukten entwickelt. Mit einem Gesamtbudget von über 1,721 Milliarden Forint realisierte das Projekt die Wertschöpfung aus Bio-Bier-Nebenprodukten durch die Entwicklung der notwendigen Technologien. Mithilfe eines Forschungszentrums und Partnern mit langjähriger Erfahrung im ökologischen Landbau wurden die für die ökologische Produktion geeigneten Saatgutgenotypen bestimmt, die unter Berücksichtigung der Bedingungen des ökologischen Landbaus das am besten geeignete Malz für die Bierherstellung liefern. Die Höhe des nicht rückzahlbaren Zuschusses betrug knapp 1,186 Milliarden Forint, die Förderquote lag bei 68,96 %.

Im Projekt mit dem Titel „Komplette Innovationszyklen von exzellenten ungarischen biologischen Grundlagen bis zur Entwicklung wettbewerbsfähiger, hochwertiger Bio-Lebensmittel und -Futtermittel im Rahmen des HUN-BIO-Konsortiums“ mit der Kennnummer GINOP-2.2.1-18-2018-00005 arbeitete das vierköpfige Konsortium unter der Leitung von Pécsi Sörfőzde Zrt. an einem umfassenden Projekt mit geringem ökologischen Fußabdruck. Ziel war die Optimierung von Bio-Brautechnologien und die Entwicklung von Lösungen, die eine größtmögliche Verwertung von Bio-Braunebenprodukten wie Bierhefe und Brauhefe ermöglichen.

Das Szeged Grain Research Institute, ein erfahrener Forschungspartner, stellte zwei Konsortiumspartnern mit mehr als zehn Jahren Erfahrung im ökologischen Landbau – Szarvas Agrár Zrt und Hubai és Társai Kft. (Karcag) – Saatgut aus über zwanzig für den ökologischen Anbau ausgewählten Genotypen für ihre Pilot- und Großversuche zur Verfügung. Mehrere Malzgenotypen aus diesen hochwertigen Rohstoffen wurden auch für die von der Brauerei Pécs durchgeführten Brauversuche verwendet. Dort konnte unter anderem die Brautechnologie für ökologisch angebaute Herbstbraugerste entwickelt und auf Basis analytischer Messungen kontinuierlich optimiert werden.

Die dreijährige Forschungs- und Entwicklungsarbeit, die am 1. Januar 2019 begann, umfasste die Untersuchung von Ertrag, Anpassungsfähigkeit, abiotischer und biotischer Stressresistenz sowie festgelegten Gehalten und technologischen Parametern geeigneter Pflanzenarten und -sorten. Auf der Grundlage ökologischer Prinzipien wurden optimale Anbau- und Verarbeitungsversuche sowie Lösungen entwickelt. Der Innovationsprozess schloss mit der Entwicklung industrieller Verarbeitungstechnologien und Rezepturen bis hin zur Markteinführung vielversprechender Produkte ab.

Für unsere Forschung verwendeten wir zunächst Bio-Wintergerste der Ernten 2019 und 2020. Um die genetische Basis von Winterbraugerste und Triticale zu erweitern, führten die Züchter des Getreideforschungsinstituts im Gewächshaus neue Kreuzungen mit für den ökologischen Anbau geeigneten Rohstoffen durch. Es wurden mehrfach wiederholte, parzellenbasierte Feldversuche mit bestehenden Sorten, Kandidaten und Linien angelegt. Geeignete Genotypen für den ökologischen Anbau wurden identifiziert, fortgeschrittene Zuchtlinien vermehrt und Saatgut der vielversprechendsten Linien produziert. Das Basissaatgut wurde den Partnern des Konsortiums Karcag und Szarvas für ihre Feldversuche zur Verfügung gestellt. Der Enzymgehalt des so hergestellten Bio-Malzes ist ebenfalls niedrig, was eine Optimierung der Parameter der großtechnischen Mälzung erforderlich machte. Die Brautechnologie musste daher fortlaufend überprüft und an den Enzymgehalt der jeweiligen Malzcharge angepasst werden. Wir führten Haltbarkeits- und Wertschöpfungsversuche im Zusammenhang mit der Verwertung der Bio-Maische durch. Die Zugabe von Dinkelspelzen und eine Trocknungslösung erwiesen sich als optimal. Wir ermittelten die Zusammensetzung und die Parameter, die eine industrielle Umsetzung am besten ermöglichen. Wir stellten fest, dass die Anpassung des Feuchtigkeitsgehalts der Maische durch Zugabe von Spelzen unter industriellen Bedingungen möglich ist. Unter Laborbedingungen

Wir untersuchten die Zusammensetzung der Flüssigkeiten, die bei der mechanischen und membrantechnologischen Eindickung von Bierherstellungsnebenprodukten gewonnen wurden bzw. zurückblieben.

Im Rahmen der gemeinsam mit den Forschern des Konsortiums durchgeführten Studien wurden mehrere Getreidesorten identifiziert, die sich als Rohstoffe für neuartige Biertechnologien eignen. Gemeinsam mit den Forschern entwickelten wir ein Forschungskonzept und Technologien zur Nutzung von Nebenprodukten der Bierindustrie: Prototypprodukte für die Pflanzenernährung in fester und flüssiger Phase (Boden- und Pflanzenverbesserungsmittel).

Die Forschungsingenieure und Techniker von Karcag züchteten die ausgewählten Sorten in ihren Bio-Versuchen weiter und verwendeten sie als Komponenten in ihren Prototyp-Futtermitteln für Fütterungsversuche. Neben den Feldversuchen wurde auch Wert auf die industrielle Verarbeitung und Produktentwicklung gelegt. Das Ergebnis sind zwei Sorten Bio-Vollkorn-Dinkelmehl.

Projektabschlussdatum: 28.11.2022

Weitere Informationen finden Sie unter:

Dr. Zoltán Szemerey
szemerey.zoltan@gmail.com


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